Expertenwiki
Kompetenz für Studienberatung:
Fort- und Weiterbildungsangebote

Seminarangebot der kfsn 2022

Die Koordinierungsstelle für Studieninformation und -beratung (kfsn) ist eine gemeinsame Einrichtung der niedersächsischen Hochschulen. Neben weiteren Aufgaben koordiniert und vernetzt sie die Zentralen Studienberatungsstellen untereinander und mit anderen Einrichtungen, die Aufgaben allgemeiner Studienberatung durchführen. Sie organisiert für die Mitarbeiter/innen der Zentralen Studienberatungsstellen ein regelmäßiges Angebot an Fort- und Weiterbildungen. Dadurch wird sichergestellt, dass Studieninteressierte und Studierende an allen Hochschulen in Niedersachsen eine fundierte und qualifizierte Beratung erhalten. 

Je nach Planungsstand kommen weitere Angebote hinzu – schauen Sie doch einfach mal wieder vorbei!

Referent: Prof. Dr. Alexander Redlich

Mit Hilfe des Konzeptes der sozialen Architektur von Gruppen können mögliche Teamentwicklungsthemen aufgedeckt werden. Solche Themen berühren im Kern oft differierende Kommunikationsmuster von Teammitgliedern. Daher werden mit dem vorgestellten Verfahren subjektiv wahrgenommene Kommunikationsstile in den Blick genommen; z.B. können es Tendenzen zu zurückhaltender oder energischer, emotionaler oder sachlicher Kommunikation sein. Der Grundgedanke besteht darin, dass unterschiedliche Kommunikationsstile der Teammitglieder zwei Funktionen haben können. Zum einen können Unterschiede im Kommunikationsstile als angenehm, anregend und fruchtbar für die Kooperation wahrgenommen werden. Zum anderen können sie Irritationen und Spannungen erzeugen bzw. auf unausgesprochene Konflikte hinweisen, die ggf. konstruktiv besprochen werden können. Die Fortbildung wird für ZSB-Leitungen angeboten. 

Referentin: Dr. Ursel Sickendiek

Dieser Workshop soll neuen Kolleg*innen in der Studienberatung einen Überblick über die Grundlagen professionellen Beratens vermitteln. Für eine erste Reflexion und Fundierung der eigenen Beratungspraxis werden in einem Wechsel von theoretischem Input, Plenumsdiskussion und Kleingruppenarbeit die wichtigsten Aspekte und Grundlagen der Beratungsarbeit beleuchtet.

Die Teilnehmer*innen erhalten Hintergrundwissen zu Beratungsprozessen in Studienfragen und gewinnen Handlungssicherheit für beratende Unterstützung ihrer Klient*innen. Sie eignen sich Basiskompetenz in Beratung an und reflektieren sowohl ihre Rolle als Beratende als auch die Grenzen der Beratung.

Referent*innen: Jantje Lamschus und Tom Kleist

Verschiedene Studien zeigen, dass die psychische Belastung Studierender durch die Pandemie und damit einhergehende Einschränkungen zugenommen hat. Einsamkeit, Motivationsprobleme, depressive Verstimmungen, Ängste und Essstörungen sind nur eine Auswahl möglicher Folgen für die psychische Gesundheit junger Menschen im Studium. Ein Trend, der sich auch auf die Arbeit in der Studienberatung auswirkt. Immer häufiger werden Studienberatungen von Klient*innen aufgesucht, die in ihrem Studienalltag durch psychische Probleme oder Störungen belastet sind. Nicht immer ist klar, wo die Ratsuchenden die passende Hilfe für ihre Fragestellungen finden. An diesem Punkt knüpft die Online-Fortbildung an, die den Grenzbereich zwischen Studienberatung und psychologischer Beratung beleuchten und für die Studienberatung relevantes klinisch-psychologisches Grundwissen vermitteln soll. 

Referent: Robin Ziert

Die Fortbildung richtet sich an Personen, die in der Studienberatung an den niedersächsischen Hochschulen tätig sind und hochschulrechtliche Kenntnisse erwerben oder auffrischen möchten. Inhaltlich werden die Grundlagen des Hochschulzugangs- und der Hochschulzulassungsrechts unter Berücksichtigung der aktuellen Änderungen dargestellt. Ferner werden Rechtsschutzmöglichkeiten gegen ablehnende Entscheidungen der Hochschule in den Blick genommen.

Referent*innen: Kimberly Schrader 

Der Bereich Social Media mit den unterschiedlichen Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok und co. wird auch im Bereich des Studierendenmarketings an Hochschulen immer präsenter und wichtiger für die zielgruppengerechte Ansprache. Aber warum eigentlich? Und wie funktioniert diese zielgruppengerechte Ansprache? Gemeinsam wollen wir anhand der Beispiele Instagram und (eher untergeordnet) Facebook über Strategien, Ziele und Zusammenhänge und konkrete Aufgaben in dem Arbeitsfeld der Social Media anschauen und Fragen der Teilnehmer*innen zu dem Themengebiet klären. Hashtag, Reels, viral gehen, Boomerang – um nur einzelne Begriffe des Social-Media-Jargons zu nennen – sollen außerdem am Ende dieser Fortbildung keine Fremdwörter (mehr) sein.

Referent: Andreas Lange

Motivational Interviewing (MI) ist eine Methode der Gesprächsführung, die die Eigenmotivation und Bereitschaft einer Person für eine Veränderung stärken möchte. Der amerikanische Psychologieprofessor Bill Miller und sein britischer Kollege Steve Rollnick entwickelten diesen Gesprächsführungsansatz für Klienten, die als schwierig, d.h. unmotiviert und widerständig galten. Es handelt sich um einen eklektischer Ansatz, d.h. die Methoden werden aus verschiedenen Verfahren (z.B. Gesprächstherapie, Kognitive Verhaltenstherapie, Kurzeittherapie) abgeleitet und weiterentwickelt. Die praxisorientierten Interventionen haben sich als hoch kompatibel mit verschiedenen sozialpsychologischen Theorien und Beratungskonzepten erwiesen. Die Fortbildung findet in einer Mischform aus Wissensvermittlung, praktischen Übungen und Reflexion mit dem Schwerpunkt einer Übertragung in den Arbeitsalltag statt.

Referentin: Nadja Plothe

Das Zürcher Ressourcen Modell ist ein wissenschaftlich fundiertes und kreatives Selbstmanagement-Training, das an der Universität Zürich von Maja Storch und Frank Krause zur gezielten Förderung selbstbestimmter Handlungsmöglichkeiten entwickelt wurde. Es hilft, das eigene Fühlen und Verhalten besser zu steuern und sich in gewünschter Weise zu verhalten. Dadurch gelingt ein erwünschtes souveränes Handeln - auch in schwierigen und belastenden Situationen.  

Das Faszinierende und besonders Wirksame dieser Methode ist das Arbeiten mit Bildern, mit »Haltungszielen« (sog. »Motto-Ziele«) und die Einbeziehung des Körpers (»somatische Marker«). Sie lernen in diesem Training das ZRM intensiv kennen, in dem Sie es selbst ausprobieren, d.h. Sie durchlaufen die Methode mit einem selbstgewählten eigenen Thema/ Ziel. Im Anschluss ist Zeit für Fragen und Reflexion zum Transfer in Ihren Alltag/ Ihre Arbeit/ in die Beratung von Studierenden.

Referentin: Elisabeth Sommerhoff

In Meetings und Gesprächsrunden kommt es immer mal vor, dass wir nicht direkt gehört oder verstanden werden. Oft liegt das nicht an dem, was wir sagen, sondern daran wie wir etwas vortragen. Manchmal ist uns nicht klar, an welchen Bereichen wir etwas ändern könnten, um die erhoffte Wirkung zu erzielen. In diesem Workshop soll es um unseren Einsatz von Stimme und Sprechen gehen und darum, wie unser Sprechen so wirken kann, wie es auch gemeint ist. Am ersten (online abgehaltenen) Workshopteil beschäftigen wir uns mit der Wirkung von Stimme und Sprechen. Dazu analysieren wir Hörbeispiele und versuchen das eigene Sprechen durch Feedback besser kennen zu lernen. Am zweiten Workshoptag (präsent) sollen viele praktische Übungen zu Haltung, Atmung, Körperausdruck, Stimmklang und Sprechausdruck eine gute Grundlage für „stimmige“ Redebeiträge oder Präsentationen in Besprechungen und Meetings schaffen. Daran anschließend sind Übungen zur Rede- und Gesprächsrhetorik (zuhörerfreundliches Sprechen) geplant, um das eigene Sprechen besser einsetzen zu können.

Referent: Dr. Bernt-Michael Hellberg

Welche Denkaktivitäten sind für Entscheidungsfindungsprozesse kennzeichnend, und was lässt sich daraus für die eigene Beratungspraxis folgern? Anhand eines modelltheoretischen Rahmens sollen kognitive Aktivitäten in den Blick genommen werden, die für Entscheidungen maßgebend sind. Die theoretische Vermittlung und praktische Auseinandersetzung mit den beteiligten Denkvorgängen führen zu einem besseren Verständnis von Entscheidungen als einem prozessualen Geschehen. Ausgehend von möglichen Gründen für die Entscheidungsunsicherheit werden Ansatzpunkte für die beraterische Praxis identifiziert. Die Teilnehmenden erhalten modelltheoretisches Hintergrundwissen zu Entscheidungsprozessen und gewinnen Handlungssicherheit, mit welchen Maßnahmen sie ratsuchende Personen darin unterstützen können, ihr Ziel einer Entscheidungsfindung proaktiver und systematischer anzugehen.

Diese Veranstaltungen sind interne Angebote speziell für Expertinnen und Experten aus der Studienberatung. Veranstaltungen der niedersächsischen Hochschulen für Studieninteressierte finden Sie unter Termine.

Schließen

Persönliches Beratungsgespräch für Antworten

Wenn noch Fragen offen sind, weitere Informationen benötigt werden oder eine Entscheidung abgesichert werden soll, dann beraten unsere erfahrenen Studienberater vor Ort in allen Fragen des Studiums.

Berater/in finden