Studium und Leben
Studium und Wohnen

Wo kann ich wohnen?

So vielfältig die niedersächsischen Hochschulstandorte, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten in Campusnähe zu wohnen. Manche Studierende bleiben bei den Eltern wohnen und entscheiden sich für die nächstgelegene Hochschule. Viele ziehen aber für das Studium an ihrer Wunschhochschule auch von zu Hause aus. Je nach Wohnform muss dann eine höhere Summe zur Finanzierung von Miete und Nebenkosten eingeplant werden. Wir zeigen hier die typischen Wohnformen und worauf man dabei achten sollte. 

Was machen die anderen?

Infos & Fakten
Bei Eltern oder Verwandten
28% der Studierenden wohnen so*

Beim umfangreichen Studienangebot in Niedersachsen ist es gut möglich, dass der Wunschstudiengang auch an der nächstgelegenen Hochschule angeboten wird. Dann ist es oft schon aus finanziellen Gründen attraktiv, bei den Eltern wohnen zu bleiben, da bei dieser Wohnform die geringsten Kosten anfallen. Nicht viel teurer ist es, wenn man bei Verwandten in Hochschulnähe günstig Unterschlupf findet. Wenn das Studium in einer benachbarten Stadt aufgenommen wird, kann man mit dem Semesterticket meist kostenlos pendeln.
Infos & Fakten
Eigene Wohnung
27% wohnen so (16% allein, 11% mit Partner*in)

Die eigene Wohnung, alleine oder gemeinsam mit der/dem Partner*in, gehört zu den eher teuren Wohnformen. Die Mietpreise unterscheiden sich zwischen den Städten und oft auch zwischen den Stadtteilen stark. Den lokalen Wohnungsmarkt kann man über Internetportale oder manchmal auch über Lokalzeitungen und Wochenblätter sondieren. Wer weniger Geld zur Verfügung hat, sollte prüfen, ob es einen Wohnberechtigungsschein für geförderten Wohnraum gibt. Dafür sind die Wohnungsämter der Städte und Gemeinden zuständig.
Infos & Fakten
Zimmer in Wohngemeinschaft (WG)
24% wohnen so

Eine WG teilt sich eine Wohnung und spart so Kosten. Viele WGs legen zusätzlich Wert auf gemeinsame Aktivitäten. Das eigene Zimmer richtet man sich selbst ein, Küche und Bad werden zusammen genutzt. Die Zimmersuche läuft vor allem über Internetportale oder Schwarze Bretter in der Hochschule. Wenn man eine interessante WG gefunden hat, muss man sich dort meist vorstellen und beide Seiten schauen, ob es passt. Die Preise unterscheiden sich zwischen den Städten und hängen natürlich auch mit der Größe des Zimmers zusammen.
Infos & Fakten
Studierendenwohnheime
17% wohnen so (12% Studentenwerke, 5% andere Träger)

In fast allen Hochschulstädten gibt es Studierendenwerke, die Zimmer in Studierendenwohnheimen anbieten. Oft sind diese Zimmer vergleichsweise günstig und in vielen Fällen bereits möbliert. Manche Apartments haben eine eigene Küchenecke oder ein eigenes Bad, bei anderen werden dafür oder zusätzlich Gemeinschaftsräume angeboten. So ist es leicht, dort neue Kontakte zu knüpfen. Leider gibt es manchmal etwas Wartezeit, um einen Platz zu bekommen. Deswegen sollte man sich so früh wie möglich beim Studierendenwerk melden.
Infos & Fakten
Sonstige Wohnformen
Seltene Wohnformen sind Projekte wie „Wohnen gegen Mitarbeit“ oder die Zwischenmiete. Bei letzterer wohnt man vorübergehend in einer WG oder Wohnung für einen gemäß Mietvertrag klar begrenzten Zeitraum. In manchen Städten gibt es auch eine Zimmervermittlung. Teilweise kommt man darüber an günstige Zimmer „von privat“. Andere Angebote scheinen fast zu schön um wahr zu sein, wenn ein quadratmeterstarkes Zimmer im Altbau in Uninähe für wenig Geld angeboten wird. Wir empfehlen, dann immer genau hinzuschauen, wer als Anbieter dahintersteckt. Schwarze Schafe gibt es überall.

* Quelle Prozentuale Verteilung: DZHW – HISBUS Wohnraumsuche Studienbeginn 2013

Wie klappt die Wohnungssuche?

Zunächst sollte man für sich klären, welche Wohnform der Favorit ist und welche finanziellen Mittel dafür bereitstehen. Wenn bei einer WG und Studierendenwohnheimen in der Regel fast alle Kosten in der angegeben Miete enthalten sind, kommen bei einer eigenen Wohnung zur Kaltmiete noch Nebenkosten und auch so etwas wie der Internetanschluss dazu. 

Als nächstes ist wichtig, ab wann man das Zimmer oder die Wohnung benötigt. Ab etwa drei Monaten vor dem Ende eines Semesters und dem Beginn eines neuen wird sich erfahrungsgemäß die Anzahl der Inserate erhöhen. Viele haben sogar erst direkt zum Beginn ihres Studiums das passende Zimmer gefunden. Besser ist es aber, rechtzeitig mit der Suche anzufangen.

Bei der Wahl des Stadtteils sind die Wege zur Hochschule und die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln interessant, da diese in der Regel mit dem Semesterticket frei nutzbar sind.

Und dann kann die eigentliche Wohnungssuche starten: Alle Studierendenwerke bieten das ganze Jahr über Servicezeiten und Sprechstunden zur Beratung an. Und wer sich selbst an WGs oder Vermieter*innen wendet, sollte beim Anschreiben immer gleich ein paar Sätze über sich schreiben und sich damit kurz vorstellen!

 

In Deutschland gibt es eine Meldepflicht. Wer also umzieht, muss sich zeitnah beim Einwohnermeldeamt der Stadt oder Gemeinde anmelden. Dies gilt auch, wenn es sich dabei um einen Zweitwohnsitz handelt und man zusätzlich bei den Eltern gemeldet bleibt. Für die Anmeldung benötigt man in der Regel eine Einzugsbestätigung der Vermieterin oder des Vermieters.

Bild: © william87/iStockphoto.com

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