Gleich vier niedersächsische Hochschulen haben einen Präsidenten bzw. eine Präsidentin gewählt. Darunter die Universität Göttingen und die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH), die derzeit von Interimspräsidenten geleitet werden.
Präsident der Georg-August-Universität Göttingen wird der Physiker Prof. Dr. Johannes Wessels. Er tritt seine sechsjährige Amtszeit voraussichtlich gegen Ende des Jahres an und löst Prof. Dr. Axel Schölmerich ab. Schölmerich bekleidet das Amt des Interimspräsidenten seit März 2025. Er war nach der Abwahl von Prof. Dr. Metin Tolan eingesetzt worden, um die Zeit bis zum Antritt einer neuen Präsidentin oder eines neuen Präsidenten zu überbrücken. Der nun einstimmig neu gewählte Präsident, Prof. Dr. Johannes Wessels, ist seit 2016 Rektor der Universität Münster und seit 2022 außerdem Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz Nordrhein-Westfalen. Der Deutsche Hochschulverband zeichnete Wessels 2018 als "Rektor des Jahres" aus.
Der Senat der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) hat den Organisten, Pianisten und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Jörg Abbing als neuen Präsidenten der HMTMH gewählt und beschlossen, ihn dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur zur Ernennung vorzuschlagen. Abbing ist Professor für Schulpraktisches Klavierspiel und Klavierimprovisation an der Hochschule für Musik Saar. Als Präsident der HMTMH würde er auf Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel folgen, der die Hochschule seit Juli 2024 kommissarisch leitet.
An der Universität Hildesheim wurde die Professorin Dr. Katja Koch zur neuen Präsidentin gewählt. Sie tritt ihre sechsjährige Amtszeit voraussichtlich zum Jahresbeginn 2027 an. Sie folgt damit auf die amtierende Präsidentin, Prof. Dr. May-Britt Kallenrode, deren Amtszeit im Dezember 2026 regulär endet. Die empirische Bildungsforscherin Prof. Dr. Katja Koch ist Professorin für Schulpädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft der Technischen Universität Braunschweig. Bis Ende März war sie dort außerdem Vizepräsidentin für Organisationsentwicklung und Lehrkräftebildung.
Der amtierende Präsident der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Prof. Dr. Ralph Bruder, wurde vorzeitig für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Bruder ist seit August 2021 Präsident der Universität Oldenburg. Unter Verzicht auf Ausschreibung soll er nahtlos für eine zweite Amtszeit bestellt werden, dafür sprachen sich Senat und Hochschulrat aus.
Die offizielle Ernennung der Gewählten obliegt nun dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK).
Zur Pressemitteilung der Universität Göttingen
Zur Pressemitteilung der HMTMH
Zur Pressemitteilung der Universität Hildesheim
Zur Pressemitteilung der Universität Oldenburg
Bild: © PPAMPicture/iStock.com