Überbrückungshilfe für Studierende in Notlagen

Zuschuss für Studierende in pandemiebedingten Notlagen: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt Mittel und Verfahren für die Überbrückungshilfen bereit. Studierende, die unmittelbar finanzielle Hilfe benötigen, können den staatlichen Zuschuss ab sofort online beantragen. Diese Zuschüsse von 100 bis zu 500 Euro im Monat werden als Nothilfefonds über die Studierendenwerke ausgezahlt und müssen nicht zurückgezahlt werden. Die Bedingungen sind streng: Entscheidend für die Gewährung und die Höhe der Überbrückungshilfe ist der Kontostand, die antragsstellenden Studierenden müssen ihre akute, pandemiebedingte Notlage entsprechend nachweisen. 

Antragsberechtigt sind in- und ausländische Studierende. Voraussetzung ist, dass sie an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland immatrikuliert und nicht beurlaubt sind. Es gibt aber keine Begrenzung aufgrund des Alters oder der Semesterzahl, auch Darlehen, Stipendien oder ähnliches  schließen die Bewerbung für die Überbrückungshilfe nicht aus. Nicht antragsberechtigt laut BMBF sind hingegen Studierende an Verwaltungsfachhochschulen oder Bundeswehrhochschulen, Studierende im berufsbegleitenden Studium bzw. dualen Studium, Gasthörer*innen sowie Studierende an staatlich nicht anerkannten Hochschulen. 

Anträge können zentral auf www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de gestellt werden. Ein Antrag gilt nur für den dann jeweils laufenden Monat Juni, Juli oder August und nicht rückwirkend. Sofern die finanzielle Notlage fortbesteht, können Studierende die Überbrückungshilfe erneut beantragen: Für jeden Monat muss ein gesonderter Antrag gestellt werden. Die jeweils zuständigen Studierendenwerke vor Ort prüfen die Anträge und entscheiden dann selbst und in der Reihenfolge des Bewerbungseingangs über die Gewährung des Zuschusses. Insgesamt hat das BMBF dafür 100 Millionen Euro bereitgestellt. 

Zum Hintergrund: Ende April hatte das BMBF angekündigt, Nothilfen für Studierende während der Corona-Pandemie bereitzustellen. Neben einem zinslosen Studienkredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau ist nun auch das Vorgehen beim Beantragen des Nothilfefonds der Studierendenwerke geregelt. Mehr Informationen zu den Corona-Nothilfen hier

Zur Pressemitteilung des BMBF 

Zum Antragsportal 

 

Bild: © PPAMPicture/iStock.com