Reform des Aufstiegs-BAföG

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (kurz: Aufstiegs-BAföG) soll weiterhin attraktiver gestaltet und gefördert werden. Dies verspricht die vierte Änderung des Förderungsgesetzes, welche im Sommer 2020 in Kraft treten soll. Berufstätige Menschen werden durch dieses Gesetz bei Fortbildungsmaßnahmen finanziell unterstützt und haben so die Chance, sich beruflich weiter zu qualifizieren. Durch ein zusätzliches Förderungsbudget von 350 Millionen Euro will der Bund Fortbildungsinteressierten die Sorge vor Überschuldung nehmen und sie während ihrer Ausbildungsphase entlasten. So soll das Ausbildungs-Bafög noch attraktiver gemacht werden und die Weiterbildungsmöglichkeiten für ambitionierte Auszubildende erweitert werden.

Veränderungen des Förderungsgesetzes bestehen hauptsächlich darin, Zuschussanteile weiter anzuheben und Darlehensanteile zu verringern. Zum einen ist geplant, den Maßnahmebeitrag auf 50 Prozent anzuheben und den Unterhaltsbeitrag zu einem Vollzuschuss auszubauen. Hiervon profitieren vor allem Teilnehmer von Fachschulen, deren Fort- und Ausbildung oft in Vollzeit durchgeführt wird. Die damit verbundene Stärkung der sozialen Bereiche begünstigt hauptsächlich Frauen, die so für berufliche Aufstiege begeistert werden sollen. 

Weiterhin soll eine "Schritt-für-Schritt"-Förderung dafür sorgen, eine größere Bandbreite an Menschen anzusprechen. Hierbei werden nicht nur Vorbereitungen auf ein gezieltes Förderungsziel gefördert, sondern auch die Vorbereitung auf Prüfungen aller drei beruflichen Fortbildungsstufen. Bei erfolgreichem Abschluss werden zukünftig weitere 10 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen. Bei einer Existenzgründung nach dem Abschluss werden Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sogar gänzlich erlassen.

Alle Informationen zum Aufstiegs-BAföG finden Sie hier auf der Seite des BMBF.