In Niedersachsen gibt es einen neuen Weg ins Lehramt: Über ein Quereinstiegs-Masterstudium und einen anschließenden Vorbereitungsdienst (Referendariat) können sich ab nächstem Jahr Bachelorabsolventinnen und Bachelorabsolventen, die ursprünglich ohne Lehramtsoption studiert haben, als Lehrkraft für die Sekundarstufe I an allgemeinbildenden Schulen (Gesamtschule, Oberschule, Hauptschule, Realschule) oder im berufsbildenden System qualifizieren.
Für das Lehramt an Haupt- und Realschulen erwerben Absolvent*innen von Ein- oder Mehrfachbachelorstudiengängen die Zugangsvoraussetzungen zum Vorbereitungsdienst im Rahmen eines zweijährigen Masters of Education. Das Studium umfasst insbesondere Fachdidaktik, Bildungswissenschaften/Psychologie und Schulpraktika. Wenn die fachwissenschaftlichen Voraussetzungen für das zweite Unterrichtsfach fehlen, können diese über ein Brückenprogramm vor Aufnahme des Masterstudiums nachgeholt werden. Welche (Unterrichts-)Fächer für das Studium infrage kommen, ist abhängig von der Universität.
Zugangsvoraussetzung für den Master of Education für das berufsbildende System ist ein abgeschlossenes, einschlägiges Bachelorstudium der jeweiligen beruflichen Fachrichtung. Neben einem allgemeinbildenden Unterrichtsfach umfasst das zweijährige Studium dann die Didaktik der beruflichen Fachrichtung, Berufs- und Wirtschaftspädagogik sowie Schulpraktika. Auf das Masterstudium folgt auch hier der Vorbereitungsdienst.
Die entsprechenden Studiengänge werden zum Sommersemester 2027 (das Brückenprogramm ab dem Wintersemester 2026/27) erstmalig angeboten. Die Übersichtsseite Lehramt im Quereinstieg studieren informiert zu den neuen Möglichkeiten und dem Fächerangebot der Universitäten.
Zur Pressemitteilung des Niedersächsischen Kultusministeriums
Zur Pressemitteilung der Niedersächsischen Staatskanzlei zur MasterVO-Lehr
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