KMK-Empfehlungen zur Digitalisierung in der Hochschullehre

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat im Austausch mit Vertreter*innen verschiedener Akteursgruppen Empfehlungen zur Digitalisierung in der Hochschullehre erarbeitet und diese im März verabschiedet. Adressat*innen der Empfehlungen sind Bund und Länder, Hochschulleitungen, Fakultäten und Fachbereiche sowie die Lehrenden selbst. Ziel ist es u. a. die Digitalisierung der Hochschullehre als dauerhafte Aufgabe auf allen Ebenen strategisch zu verankern, die hochschulübergreifende Vernetzung zum synergetischen Austausch von Lehrmaterialen und Konzepten voranzutreiben sowie den datenschutzkonformen digitalen Austausch von Studierendendaten zu fördern. 

Konkret wurden die Empfehlungen – inklusive zugehöriger Erläuterungen zur Umsetzung – zu den folgenden acht Zielvorstellungen entwickelt: 

  • Die Hochschulleitung stellt sicher, dass die Digitalisierung der Hochschullehre in der strategischen Gesamtentwicklung der Hochschule auf allen Ebenen verankert ist.
  • Die Hochschule schafft die organisatorischen, personellen und finanziellen Voraussetzungen zur Durchführung und Unterstützung der Lehre in der digitalen Welt.
  • Die Hochschulen nutzen die Chancen der Digitalisierung konsequent zur hochschulübergreifenden Unterstützung und Weiterentwicklung der Lehre.
  • Die Hochschule stellt die Information, den Austausch und die Vernetzung der Lehrenden zur Weiterentwicklung digitaler Lehre sicher.
  • Die Lehrenden tauschen sich in ihren Fachdisziplinen zum Einsatz digitaler Medien aus und entwickeln geeignete Konzepte zur curricularen Integration digitaler Elemente in die Lehre und neuer digitaler Lern- und Lehrformate.
  • Die Hochschuldidaktik entwickelt forschungsbasierte und praxisorientierte Angebote für die digitale Gestaltung der Lehre und Konzepte zu deren Umsetzung.
  • Mit der Akkreditierung von Studiengängen wird sichergestellt, dass digitale Kompetenz curricular in den Studiengängen angemessen verankert ist.
  • Die Hochschulen ermöglichen durch Festlegung von Standards und Aufbau entsprechender Schnittstellen die datenschutzkonforme digitale Übermittlung von Studierendendaten zwischen Hochschulen.

Die Empfehlungen basieren vor allem auf den Ergebnisse dreier Workshops („Digitalisierung als Herausforderung der Hochschuldidaktik“ (21./22.03.2018 in Mainz), „Virtuelle Angebote und technische Herausforderungen“ (28./29.05.2018 in Hannover) und „Service und Support digitaler Hochschulbildung (21.06.2018 in Hamburg)), die im Vorjahr unter Beteiligung von Vertreter*innen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), des Akkreditierungsrates, der Hochschulen, Lehrenden und Studierenden sowie weiteren Akteursgruppen stattfanden. 

Hier finden Sie die vollständigen Empfehlungen zum Download als PDF.

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