BAföG: Zahl der Geförderten erneut gesunken, Reform im Kabinett beschlossen

Die Zahl der BAföG-geförderten Studierenden ist im Jahr 2025 erneut zurückgegangen. Laut Statistischem Bundesamt sank sie im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2000. Etwas gestiegen ist hingegen der durchschnittliche Förderbetrag: Studierende erhielten 2025 monatlich 25 Euro mehr als im Vorjahr.

Eine weitere Erhöhung verspricht die vom Kabinett am 12. August beschlossene BAföG-Reform. Mit der geplanten Novelle soll die Wohnkostenpauschale von derzeit 380 auf 440 Euro steigen. Zudem soll der Grundbedarf schrittweise bis zum Sommersemester 2029 auf 563 Euro angehoben werden. Ab 2030 ist dann eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Fördersätze am Grundsicherungsniveau vorgesehen.

Die letzte BAföG-Novelle trat 2024 in Kraft. Mit ihr wurden unter anderem die Studienstarthilfe und das Flexibilitätssemester eingeführt. Die Studienstarthilfe ist ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro, der unabhängig von einer späteren BAföG-Förderung beantragt werden kann. Sie richtet sich an Studierende unter 25 Jahren, die vor Beginn ihres Studiums Sozialleistungen beziehen und sich erstmalig einschreiben. Im Jahr 2025 konnten insgesamt 11.600 Personen von dem Zuschuss profitieren, so die Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Das Flexibilitätssemester wurde 2025 von insgesamt 33.700 Studierende in Anspruch genommen. Sie konnten damit ein Semester über die Förderungshöchstdauer hinaus BAföG beziehen. Das Flexibilitätssemester wird auf Antrag und nur einmal während der gesamten Studienlaufbahn gewährt. Bei mehrstufigen Studiengängen im Bachelor-/Mastersystem kann es daher entweder einmalig im Bachelor oder einmalig im Master in Anspruch genommen werden.

Zur Pressemitteilung aus dem Infobrief der Servicestelle Familienfreundliches Studium des Deutschen Studierendenwerks

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Zum Beitrag in "Wissenschaft & Lehre"

Zum BMFTR: Was bedeutet das sogenannte Flexibilitätssemester?

 

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