Wie bereits im Vorfeld prognostiziert, macht sich der ausbleibende bzw. zahlenmäßig schwächere bayerische Abiturjahrgang 2025 in der Zahl der Studienberechtigten bemerkbar: Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilte in einer aktuellen Meldung mit, dass im Jahr 2025 rund 341.700 Schülerinnen und Schüler in Deutschland die allgemeine oder die fachgebundene Hochschulreife erworben haben. Das sind 8 Prozent weniger Studienberechtigte als im Vorjahr. Grund hierfür ist maßgeblich die Rückkehr Bayerns zum Abitur nach 13 Jahren und das Auslaufen des letzten G8-Jahrgangs 2024.
Der Rückgang der Zahl der Studienberechtigten beträgt lediglich 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wenn man die anderen Bundesländer ohne Bayern betrachtet. Die stärksten Rückgänge verzeichneten das Saarland (-7 Prozent), Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt (jeweils etwa -3 Prozent). Die größten Zuwächse konnten Sachsen (+6 Prozent) und Thüringen (+4 Prozent) verbuchen. In Niedersachsen gab es einen Rückgang von -2,3 Prozent, wobei die Fachhochschulreife, die an allgemeinbildenden Schulen erworben wurde, nicht erfasst wurde und die Daten der beruflichen Schulen auf den Ergebnissen des Vorjahres beruhen.
Drei weitere Bundesländer kehren in den kommenden Jahren zum Abitur nach 13 Jahren zurück. Hierdurch werden auch 2026 (Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein) und 2029 (Saarland) Abiturjahrgänge ausbleiben bzw. deutlich kleiner ausfallen.
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