Die Zahl der internationalen Studienanfängerinnen und -anfänger erreichte im Wintersemester 2024/25 einen neuen Höchststand. Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort: Immer mehr internationale Studierende entscheiden sich für ein Studium an einer deutschen Hochschule. Die größten Herkunftsländer sind Indien und China, so eine aktuelle Auswertung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW).
Rund 402.000 internationale Studierende und Promovierende waren im Wintersemester 2024/25 an deutschen Hochschulen eingeschrieben – sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders hoch ist der Anteil internationaler junger Menschen in Master- und Promotionsprogrammen (26 bzw. 28 Prozent). Die gefragtesten Interessensgebiete internationaler Studierender mit Abschlussabsicht sind Ingenieurwissenschaften (43 Prozent) sowie Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften (25 Prozent). Diese Zahlen veröffentlichten DAAD und DZWH gemeinsam in der Publikation "Wissenschaft weltoffen 2025". DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee bezeichnet Deutschland als "wichtigstes nicht-englischsprachiges Gastland." Dennoch ist die Verfügbarkeit englischsprachiger Studiengänge laut Ergebnisbericht zum zweiten Benchmark internationale Hochschule (BintHo) des DAAD aus dem Wintersemester 2023/24 für internationale Studierende ein wichtiges Kriterium für die Wahl des Gastlandes und der jeweiligen Hochschule. Im Studienjahr 2025 lag der Anteil englischsprachiger Programme an allen Studiengängen deutscher Hochschulen laut DAAD und DZHW auf Masterniveau bei gut 18 Prozent, auf Bachelorniveau bei lediglich 4 Prozent.
Erstmal veröffentlichten DAAD und DZHW – basierend auf Daten der offiziellen Studienverlaufsstatistik des Statistischen Bundesamtes – auch detaillierte Auswertungen zu Studienabbrüchen internationaler Studierender in Deutschland. Entgegen bisheriger Annahmen kamen die Autor*innen zu dem Ergebnis, dass die Abbruchquote internationaler Studierender nur geringfügig höher ist, als die deutscher Studierender. Für die ersten drei Studiensemester lag die Abbruchquote internationaler Studienanfängerinnen und Studienanfänger des Jahrgangs 2020 bei 16 Prozent im Bachelor und 9 Prozent im Master; bei deutschen Studierenden waren es 13 bzw. 6 Prozent. Besonders niedrige Abbruchquoten internationaler Studierender verzeichnen Kunst- und Musikhochschulen.
Deutsche Studierende zieht es für ein Auslandsstudium vor allem nach Österreich, in die Niederlande, die Schweiz und in das Vereinigte Königreich. Während die Zahlen für die drei erstgenannten Länder seit 2019 gestiegen sind, ist die Zahl der deutschen Studierenden in Großbritannien um rund 32 Prozent zurückgegangen.
Zur Pressemitteilung des DAAD
Zum Download der Ausgabe "Wissenschaft weltoffen 2025"
Zum Download des "Ergebnisberichts zum zweiten Benchmark internationale Hochschule (BintHo) im Wintersemester 2023/24"
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