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STUDIEREN IN NIEDERSACHSEN
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Zulassungsverfahren

Diese Informationen gelten für deutsche und deutschen gleichgestellte (z. B. Bildungsinländerinnen und Bildungsinländer, Bewerberinnen und Bewerber aus den Mitgliedsstaaten der EU) Studienbewerberinnen und Studienbewerber.

1.    Das Auswahlverfahren der niedersächsischen Hochschulen (mit den neuen Regelungen des Niedersächsischen Hochschulzulassungsgesetzes)
2.    Das Auswahlverfahren von hochschulstart.de (ZVS)
3.    Eignungsprüfungen

Jedes Jahr wird für jeden einzelnen der weit über 600 Studiengänge an den niedersächsischen Hochschulen die Kapazität festgestellt. „Kapazität“ meint dabei die Anzahl der Studienplätze, die der betreffende Studiengang in der Lage ist in einem Jahr aufzunehmen. Wichtigstes Kriterium ist – neben anderen - die Größe des Lehrkörpers mit seinen für die Lehre zur Verfügung stehenden Stunden.

In einem zweiten Schritt werden nun auf Grund der Erfahrungen der letzten Jahre die Zulassungsregelungen festgelegt. Zunächst einmal, ob ein Studiengang zum Winter- und/oder Sommersemester begonnen werden kann. Die meisten Studiengänge in Niedersachsen beginnen jedoch zum Wintersemester. Studiengänge, bei denen die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber die Zahl der Studienplätze nicht oder nur wenig überschritten hatte, erhalten keine Zulassungszahl (= Anzahl der Studienplätze). Dort kann man sich einfach einschreiben. Bei den anderen, bei denen die Nachfrage erheblich über der zur Verfügung stehenden Anzahl der Studienplätze gelegen hatte oder – bei neuen Studiengängen – von denen man annimmt, dass es so sein wird, erhalten eine Zulassungszahl, die mind. der Anzahl der Studienplätze entspricht. Ob der von Ihnen gewünschte Studiengang Zulassungsbeschränkungen unterliegt, können Sie hier erfahren. Diese Studienplätze werden i. d. R. in einem Auswahlverfahren der Hochschulen oder von hochschulstart.de (ehem. Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen) vergeben. Wie das funktioniert, können Sie auf dieser Seite nachlesen. Sie erhalten jedoch auch Informationen zu nicht so gebräuchlichen Verfahren sowie zu Eignungsprüfungen.

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1. Das Auswahlverfahren der niedersächsischen Hochschulen
Für die zulassungsbeschränkten Studiengänge in Niedersachsen werden die Studienplätze durch Auswahlverfahren der einzelnen Hochschulen vergeben. Von den zur Verfügung stehenden Studienplätzen eines Studiengangs sind zunächst einmal bestimmte Anteile für besondere Bewerber/innengruppen reserviert:
bis zu 5% für ausländische Studienbewerberinnen und –bewerber, die Deutschen nicht gleichgestellt sind
bis zu 2% für „Fälle außergewöhnlicher Härte“ (nähere Informationen können Sie mit den Bewerbungsunterlagen erhalten)
bis zu 3% für Zweitstudienbewerberinnen und – bewerber (nähere Informationen erhalten Sie hier)
bis zu 10% für Zugangsberechtigte aufgrund besonderer beruflicher Qualifikation (nähere Informationen erhalten Sie hier).
Bevor es zum eigentlichen Auswahlverfahren kommt, wird auch noch geprüft, ob es bevorzugt zu berücksichtigende Bewerberinnen und Bewerber gibt. Sie können bevorzugt ausgewählt werden, wenn Sie
eine Dienstpflicht (Wehrdienst oder Zivildienst,Ø mindest zwei Jahre Entwicklungsdienst,
ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr absolviert haben oder
mind. 13 Monate bis zu einer Dauer von 3 Jahren ein Kind unter 18 Jahren oder einen pflegebedürftigen Angehörigen betreut oder gepflegt haben
und
der von Ihnen angestrebte Studiengang zu Beginn oder während der Dauer des Dienstes nicht zulassungsbeschränkt gewesen ist oder
Sie unmittelbar vor Beginn oder während der Dauer des Dienstes oder der Tätigkeit zu dem Studiengang zugelassen worden sind.

Falls Sie durch eine gerichtliche Entscheidung einen Studienplatz erhalten, kommen Sie auch in die bevorzugte Auswahl. übersteigt jedoch die Zahl der bevorzugt Auszuwählenden die Studienplatzzahl, so entscheidet das Los.

Letzteres kommt jedoch nur sehr selten vor. Für das eigentliche Auswahlverfahren bleiben in aller Regel die weitaus meisten Studienplätze übrig.

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1.1 Das neue Zulassungsverfahren ab Wintersemester 2006/2007

Nach der Verabschiedung des neuen Niedersächsischen Hochschulzulassungsgesetzes am 23. Februar 2005 müssen die niedersächsischen Hochschulen unter staatlicher Verantwortung ab dem Wintersemester 2006/07 in örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen vermehrt die Studierenden nach eigenen Kriterien auswählen.

Nach dem neuen Verfahren vergeben die Hochschulen ihre Studienplätze in zulassungsbeschränkten Studiengängen in diesen Quoten:

75 bis 90 % in einem hochschuleigenen Auswahlverfahren (Erläuterungen s. unter der Grafik)
10 bis 25 % nach Wartezeit (Erläuterungen s. weiter unten)

Zum Auswahlverfahren:

Im Auswahlverfahren können die Hochschulen nach zwei Hauptkriterien ihre Studierenden aussuchen:

nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Abitur)
oder
nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung in Verbindung mit einem oder mehreren weiteren Kriterien
Mehr als die Hälfte der Plätze müssen nach dem zweiten Hauptkriterium vergeben werden, wobei jedoch die Durchschnittsnote überwiegend berücksichtigt werden muss. Weitere Kriterien können sein:
die Gewichtung von Noten in der Hochschulzugangsberechtigung von Fächern, die für den Studiengang bedeutsam sind
oder
der Nachweis der besonderen Eignung für den angestrebten Studiengang.
Die besondere Eignung für den angestrebten Studiengang kann von den Hochschulen ermittelt werden
anhand von Berufsausbildung, praktischen Tätigkeiten oder studienrelevanten außerschulischen Leistungen,
durch Motivationserhebungen in schriftlicher Form,
in einem Auswahlgespräch mit der Bewerberin oder dem Bewerber,
nach dem Ergebnis einer schriftlichen Aufsichtsarbeit, in der durch die bisherigen Abschlüsse nicht ausgewiesene Fähigkeiten und Kenntnisse nachgewiesen werden können, die für den Studienerfolg von Bedeutung sein können, oder
aufgrund einer Kombination von Feststellungen nach den ersten vier Kriterien.

Auch nach dem neuen Zulassungsrecht haben Sie die Möglichkeit über die Quote Wartezeit einen Studienplatz in dem von Ihnen gewünschten, zulassungsbeschränkten Studiengang zu erhalten. 10 bis 25% der Studienplätze (nach Abzug der Vorabquoten) stehen dafür zu Verfügung. Als Wartezeit wird dabei derjenige Zeitraum definiert, den Sie nach Erwerb Ihrer Hochschulzugangsberechtigung nicht „im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes“ (das ist das juristisch ausgedrückt der Bereich der Bundesrepublik Deutschland) irgend einen anderen Studiengang studiert haben. Die Wartezeit wird in Semestern gezählt, Stichtage sind der 1. April und der 1. Oktober e. J. Falls Sie im Juni e. J. Ihre Hochschulzugangsberechtigung erworben haben, so beginnt für Sie die maßgebliche Wartezeit am 1. Oktober zu laufen. Es werden höchstens 16 Wartesemester berücksichtigt. Bitte bemerken Sie: Damit Ihre Wartezeit berücksichtigt wird, brauchen Sie sich nicht schon einmal beworben haben! Es zählen allein die Semester die Sie nicht an einer Hochschule verbracht haben. Und das für jeden Studiengang im Auswahlverfahren.

Ihre Wartezeit kann sich erhöhen um

1 Semester für je 6 Monate Berufsausbildung, wenn sie vor dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung abgeschlossen worden ist, höchstens jedoch um 2 Semester (bei Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung vor dem 16. Januar 2002: bis zu 4 Semester). Wurde die Studienberechtigung nach dem 15. Juli 2007 erworben, wird kein Bonus auf die Wartezeit gewährt. Entsprechendes gilt wenn Sie wegen der Erfüllung einer Dienstpflicht (Wehrdienst oder Zivildienst, mind. zwei Jahre Entwicklungsdienst, freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr) oder wegen der Betreuung eines Kindes oder eines pflegebedürftigen Angehörigen (mind. 13 Monate) daran gehindert waren vor dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung einen berufsqualifizierenden Abschluss außerhalb der Hochschule zu erwerben;
1 Semester, wenn Sie nach dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung eine Berufsausbildung abgeschlossen oder eine mind. dreijährige Berufstätigkeit ausgeübt haben, sofern die eine oder die andere vor dem 16. Januar 1998 aufgenommen worden sind; entsprechendes gilt wenn Sie wegen der Erfüllung von Unterhaltspflichten oder der Erfüllung einer Dienstpflicht (Wehrdienst oder Zivildienst, mind. zwei Jahre Entwicklungsdienst, freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr) oder der Betreuung eines Kindes oder eines pflegebedürftigen Angehörigen (mind. 13 Monate) oder Krankheit oder aus sonstigen nicht von Ihnen selbst zu vertretenden Gründen daran gehindert waren vor dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung einen berufsqualifizierenden Abschluss außerhalb der Hochschule zu erwerben;
eine von der jeweiligen Hochschule zu ermittelnde Anzahl an Semestern, wenn Sie nachweisen, dass Sie aus nicht selbst zu vertretenden Gründen daran gehindert waren, Ihre Hochschulzugangsberechtigung zu einem früheren Zeitpunkt zu erlangen.

Hier nun ein Beispiel, um Ihnen das Verfahren zu veranschaulichen:

Für den Studiengang X gibt es zum Wintersemester 200Y nach Abzug der Vorabquoten 20 zu vergebende Studienplätze bei
28 Bewerberinnen und Bewerbern

Alle Bewerberinnen und Bewerber werden auf zwei Listen geschrieben: 1. die Leistungsliste, 2. die Warteliste. Diese Listen gelten nur für dieses Semester, für ein späteres werden sie wieder neu aufgestellt nach den vorhandenen Bewerbungen. Maßgeblich für die Einordnung auf der Leistungsliste ist nicht nur der erzielte Notendurchschnitt, sondern als zweites Kriterium auch die vorhandene Wartezeit. Dies macht man, um bei gleichrangigen Bewerberinnen und Bewerbern die richtige Rangfolge herzustellen. Falls Sie also einen Notenschnitt von 2,6 und 2 Wartesemester aufweisen, so liegen Sie auf der Leistungsliste immer vor der- oder demjenigen mit dem gleichen Schnitt aber 0 oder 1 Wartesemester. Manchmal kommt es jedoch vor, dass mehrere Bewerberinnen und Bewerber exakt gleichen Notenschnitt und Wartezeit aufweisen. In einem solchen Fall wird dann als weiteres Unterscheidungskriterium eine abgeleistete Dienstpflicht (in der nachfolgenden Tabelle: D) als höherwertig berücksichtigt. Falls auch das noch nicht ausreicht, wird für die korrekte Einordnung einfach gelost (L). Bei der Einordnung auf der Warteliste ist die erreichte Wartezeit maßgeblich, zweites Unterscheidungskriterium ist hier der Notendurchschnitt usw. In diesem Beispiel werden die 20 zu vergebenden Studienplätze unter den 28 Bewerberinnen und Bewerbern zu 25 % nach dem Kriterium Durchschnittsnote, 25 % nach Wartezeit und zu 50 % nach Durchschnittsnote und hochschuleigenen Kriterien vergeben. Und so sähe dann das Ergebnis für den fiktiven Studiengang aus:

 
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2. Das Auswahlverfahren von hochschulstart.de

Z. Zt. vergibt hochschulstart.de bundesweit die Studienplätze in den Studiengängen Medizin, Pharmazie, Tiermedizin und Zahnmedizin. Hinzu kommen einige Studiengänge im sogenannten Serviceverfahren.

Achtung!
Für sogenannte Alt-Abiturientinnen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung vor dem 16. Januar 2012 erworben haben, gilt der 31. Mai 2012 als Bewerbungstermin für das Wintersemester 2012/13 im Allgemeinen Auswahlverfahren. Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei hochschulstart.de.
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3. Eignungsprüfungen

In künstlerischen Studiengängen an künstlerischen Hochschulen sowie in Studiengängen an privaten oder kirchlichen Hochschulen ist i. d. R. die Zulassung nach anderen Kriterien geregelt. Z. B. werden an den künstlerischen Hochschulen und in den künstlerischen Studiengängen Eignungsprüfungen durchgeführt, bei denen die künstlerische Eignung nachgewiesen werden muss. Eine schulische Hochschulzugangsberechtigung reicht für eine Zulassung hier allein nicht aus. Bei herausragender künstlerischer Begabung, die in dem Eignungsverfahren festgestellt werden kann, kann in einigen Studiengängen sogar darauf verzichtet werden. Nähere Auskünfte zum Ablauf des Verfahrens erhalten Sie bei den künstlerischen, privaten und kirchlichen Hochschulen oder der Universität Hildesheim (Studiengänge Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus, Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis, Szenische Künste) sowie den Hochschulen Hannover (Abteilung Design und Medien), Hildesheim (Fachbereich Gestaltung), Osnabrück (Musikerziehung) und Ottersberg. Informationen über die Bedingungen für die lehramtsbezogenen Studiengänge Kunst und Musik können Sie über die entsprechenden Links bei Studienmöglichkeiten erhalten.

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