Studentenwohnreport 2020: Hochschul-Städte immer teurer

Die Wohnungsmieten für Studierende sind in 27 von 30 untersuchten Hochschul-Städten auch im zweiten Quartal 2020 weiter angestiegen sind – trotz der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Onlinesemester. Das zeigt der MLP Studentenwohnreport 2020, den der Finanzdienstleister in Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlicht hat. Insgesamt sind im vergangenen Jahr sogar in 29 der 30 untersuchten Städte mit Hochschulstandorten die durchschnittlichen Mieten für Studierende gestiegen. 

Dabei sind die regionalen Unterschiede sehr groß. Die teuerste Stadt ist München, wo eine durchschnittliche Wohnung für Studierende 724 Euro warm im Monat kostet (Anstieg von 24 Euro). In Magdeburg hingegen sind es 245 Euro warm pro Monat (keine Veränderung zum Vorjahr). In Niedersachsen liegen Hannover mit 351 Euro monatlich (Anstieg von 8 Euro) und Göttingen mit 330 Euro monatlich (Anstieg von 7 Euro) im unteren Mittelfeld.

Insgesamt, so die Studie, seien wegen des Online-Studiums zwar weniger Studierende in die Stadt ihrer Hochschule gezogen, doch die Mieten stiegen trotzdem an. Das liege an dem weiterhin großen Mangel an Wohnungen in zentraler Lage und daran, dass die geringere Nachfrage seitens der Studierenden durch andere Gruppen aufgefangen würde. Der Bericht hebt außerdem hervor, dass die Pandemie die finanzielle Situation vieler Studierender verschlechtert habe, da vielen der Nebenjob weggebrochen sei. Der BAföG-Wohnzuschlag deckt mit maximal 325 Euro im Monat nur in drei der 30 untersuchten Städte die durchschnittliche Warmmiete ab.